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Harald Moll (50)
Eleni Gebrehiwot
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Timo Benitz
Talentquelle
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Heinrich Popow
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Sorina Nwachukwu
Cathleen Tschirch
Carolyn Moll
Schahriar Bigdeli
Bernd Schleberger
Dennis Pyka
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Felix Hoppe (80)
Hans Fischer (65)
Herbert Cordewener (70)
Peter Speckens (75)
Ralf Dienhof
Hans Borgmann (75)
Bruno Wilms (70)
Nicole (20), Model
Else+Ingrid Kusche
Melanie Kraus
 

Taktiker auf Titel-Jagd

Er ist ein Ausnahmeathlet, der polarisiert, eine Galionsfigur, gemütsmäßig irgendwo zwischen Terrier Berti Vogts und dem einzigartigen Muhammad Ali einzuordnen. Diesen Donnerstag (23.Februar) wird Harald Moll 50. Grund genug seine sportlichen Erfolge Revue passieren zu lassen.

Hintendran und doch im Mittelpunkt, trotz zuletzt eher mittelprächtiger Leistungen keineswegs eine Randerscheinung – Harald Moll fühlt sich stets der Öffentlichkeit verpflichtet. Mal Provokateur, mal PR-Profi weiß der Jubilar immer wieder mit Anekdoten zu überraschen. Wenngleich er selbst die Marathondistanz lockeren Fußes am Stück geschafft hat, so ist der Wahl-Gladbacher eigentlich auf den Mittelstrecken zu Hause. Kampfgeist und Spurtstärke – herausragende Eigenschaften, die ihn zum Rundendreher par excellence werden ließen.

Wurzeln in Wassenberg

Die brachte der Wassenberger schon mit, als er Ende 1981 beim heimischen SSV Viktoria die Fußballstiefel auszog, um fortan für die damals aufstrebende Ortsgruppe der Deutschen Jugendkraft (DJK) die Rennschuhe zu schnüren.

 

Ein Jahr später der Wechsel zum ASV Rurtal Hückelhoven: Unter den Fittichen des langjährigen Erfolgstrainers Wolfgang Frenzel reifte der damals 20-Jährige zu einem Klasseläufer. Ein Saisonsieg jagte den anderen. Molls größter Erfolg aus dieser Ära: der Nordrhein-Meistertitel über 10.000 Meter im Jahre 1986. 1987 begab Harald Moll sich unter die Fittiche von Walter Mayer und streifte das Trikot der LG Mönchengladbach über. Wieder folgte Bestzeit auf Bestzeit. 3000 Meter in 8:26,6 Minuten  - bis heute unerreicht.

In der Kaiserstadt gekrönt

 

Naturgemäß nach noch Höherem strebend wechselte der Extraklasse-Läufer am Ende der Saison zu Alemannia Aachen und wurde fortan vom inzwischen verstorbenen Heinz-Egon Schellenberg gecoacht. Platz sieben bei der Deutschen Cross-Meisterschaft – mit diesem bis heute überregional bedeutsamsten Resultat setzte er seiner Karriere 1988 die Krone auf. Die damals aufgestellten Hausrekorde sind seither in Stein gemeißelt: 800 Meter 1:50,9, 1000 Meter 2:24,3, 1500 Meter 3:50,4, 5000 Meter 14:37,6, 10.000 Meter 30:49,47 Minuten. LAV Bayer Uerdingen/Dormagen, VSV Grenzland, ASV Süchteln, Viersener TV, LAV Hückelhoven, ASV Dojo Mönchengladbach und TV 1860 Erkelenz – weitere Stationen eines Rastlosen, der auch als Trainer und Organisator den Dreh raus hatte. Nach schweren Schicksalsschlägen (u.a. Verlust der Arbeitsstelle und der allzu frühe Tod seiner ersten Frau) schippert der Neu-Fuffziger nunmehr wieder in ruhigeren Gewässern. Seit Dezember ist er zum zweiten Mal verheiratet. Anke heißt die Gattin. Die kirchliche Trauung findet am 18.März, 9.30 Uhr in der Neuapostolischen Kirche in Mönchengladbach, Bökelstraße 52 statt. Harald Moll kommt aus dem Feiern also gar nicht mehr heraus - wie es sich für einen Jubilar eben gehört.

   Text: Harald Koken; Fotos: Ivo Koken
   
   
   
   
Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 23. Februar 2012 )